Am 26. Mai 2026 fand die Exkursion nach Trier für die Lateinschülerinnen und -schüler der Jahrgangsstufen 8, 9 und 10 statt. Bei sonnigem Wetter machten wir uns gemeinsam auf den Weg in Deutschlands älteste Stadt, um einige der bedeutendsten römischen Bauwerke vor Ort zu erkunden. Unser erster Halt war die Porta Nigra, das berühmte „Schwarze Tor“ und Wahrzeichen Triers. Trier war eine der Residenzstädte der römischen Kaiser in der Spätantike. Der bekannteste Herrscher, der gern hier residierte, war sicherlich Konstantin der Große.

Von der Porta Nigra aus ging es weiter über den Hauptmarkt zum Dom, wo wir einen kurzen Eindruck vom historischen Zentrum der Stadt bekamen. Auf diesem Weg konnten wir Inschriften, die die Römer hinterlassen haben, bestaunen und übersetzen. Anschließend besichtigten wir den Dom auf eigene Faust.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Konstantinbasilika. Ursprünglich diente sie als riesiger römischer Versammlungsraum und war deutlich mehr als nur ein religiöses Gebäude. Wir lernten, dass sie als profane Basilika als Vorlage für spätere Kirchenbauten diente. Heute wird sie als evangelische Kirche genutzt. Besonders beeindruckend waren die gewaltigen Ausmaße des Innenraums und die Spuren der früheren Ausstattung – darunter Stellen mit Löchern an den Wänden, an denen früher Marmorverkleidungen befestigt waren.
Direkt daneben besichtigten wir das Kurfürstliche Palais, das ein direkter Anbau an die Basilika ist. Obwohl die Basilika heute denkmalgeschützt ist, konnte damals, unter dem Kurfürsten Lothar von Metternich, das Palais angebaut werden.
Als letzten Punkt unserer Exkursion besuchten wir die Kaiserthermen. Dort konnten wir sowohl die oberirdischen Ruinen als auch die unterirdischen Gänge erkunden und bekamen einen Eindruck davon, wie römische Thermen genutzt wurden. Diese waren nämlich nicht nur Badehäuser, sondern dienten zum Beispiel als Treffpunkte, um Sport zu treiben, gemeinsam zu speisen oder Literatur zu studieren. Der Eintritt in die Thermen war nach dem Motto „Panem et circenses“ (Brot und Spiele) frei.


