Stolpersteine im Gedenken an jüdische Mitbürger verlegt

 Zusammen mit dem Förderverein Synagoge Münstermaifeld und Vertretern der jüdischen Gemeinde aus Koblenz nahmen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 an der Verlegung von Stolpersteinen vor dem Haus Krimmgasse 5 in Münstermaifeld teil. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch unsere Schülerinnen Nina und Leona aus der Jahrgangsstufe 10. Danach verlasen Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe 9 kurz zusammengefasste Lebensberichte über die Mitglieder der Familie Marx, die im Haus in der Krimmgasse gelebt haben, bevor sie ermordet wurden oder vor dem NS-Terror fliehen mussten. Das jüdische Totengebet wurde von Herrn Abayev aus der jüdischen Gemeinde Koblenz gebetet, bevor ein anderer Vertreter der Gemeinde in seiner Ansprache die bleibende Verantwortung hervorhob, die sich angesichts neuer Intoleranz in unserer Gesellschaft aus den schrecklichen Ereignissen der Vergangenheit ergibt. Mit bei der Verlegung der Stolpersteine war auch Frau Kuhn, die Tochter von Walter Marx, einem der Söhne der Familie Marx. Am Ende stand John Lennons „Imagine“ als musikalischer Aufruf von einer Welt zu träumen, die keinen Grund für Hass und Gewalt mehr kennt.