Der EuropaClub des KuBa fährt nach Norwegen
In der Woche vom 25.04 bis zum 01.05.2026 fuhren wir – die AG EuropaClub des KuBa – im Rahmen unseres Erasmus+-Projekts zu unserer norwegischen Partnerschule, der Skaun ungdomsskole in Børsa. Nachdem uns unsere norwegischen Austauschpartner eine Woche zuvor in Münstermaifeld besucht hatten, war die Freude auf das Wiedersehen in Norwegen entsprechend groß.
Und so wurden wir am Samstag am Flughafen in Trondheim von unseren Gastfamilien freudig empfangen. Das Wochenende verbrachten wir in unseren Gastfamilien, mit denen wir verschiedene Aktivitäten unternahmen. Wir fühlten uns dort sehr wohl, da alle sehr freundlich und interessiert waren. Die Abende und Nachmittage dieser Woche, für die kein Programm vorgesehen war, verbrachte unsere ganze Gruppe mit norwegischen und deutschen Schülern gemeinsam. Wir haben Spiele gespielt, Filme gesehen und zusammen gebacken. Das persönliche Highlight unserer Gruppe waren die vielen, durchaus spannenden Volleyball-Matches, die wir uns gegenseitig lieferten. Die Kommunikation, die während dieser Woche auf Englisch erfolgte, funktionierte problemlos. Übrigens: Die mündliche Prüfung im Fach Englisch, die einige deutsche Schüler eine Woche später erwartete, ging uns mit dieser außergewöhnlichen Vorbereitung direkt viel leichter von der Hand!
Am Montag trafen wir uns zu Schulbeginn um 08:15 Uhr in der Schule unserer Austauschpartner. Über den Vormittag durften wir dann mit unseren Austauschschülern das norwegische Schulsystem im Unterricht näher kennenlernen. Ein Highlight für uns deutsche Schüler waren die Kochstunden, bei der die Schüler zusammen kochen und anschließend auch gemeinsam essen. Diese Kochstunden sind dort fest in den Unterricht integriert. Am Nachmittag blieb unsere Gruppe in der Schule und wir aßen gemeinsam Tacos.

Wie auch zuvor in Deutschland beschäftigten wir uns vor Ort mit dem Thema Mikroplastik. Dafür fuhren wir am Dienstag an den Atlantik und setzten mit der Fähre zu der Insel Mausund über. Dort befindet sich die Mausund Feltstasjon, ein vom norwegischen Staat gefördertes Projekt. Die Mitarbeiter nahmen uns auf Schnellbooten mit zu ihrem täglichen Arbeitsplatz: Nämlich zu einer der über 5000 vorgelagerten Inseln dieser Region. Unsere Aufgabe war es, angespülten Müll zu sammeln. Innerhalb von einer Stunde sammelten wir riesige Mengen an Müll, der von anderen Ländern durch die verschiedenen Meeresströmungen angeschwemmt wird und sich auf den Inseln ablagert. Zudem entnahmen wir Bodenproben.



Nach unserer Rückkehr zur Projektstation sortierten wir den Müll und schauten uns die mitgebrachten Bodenproben unter dem Mikroskop an. Dabei entdeckten wir deutlich sichtbare lange Fäden: Mikroplastik, das sich bereits in der Erde befindet und nur sehr schwer abbaubar ist. Nach diesem Tag waren wir erschrocken, wie viel Müll es im Meer und umliegenden Inseln gibt, aber auch wie schnell sich aus dem Plastikmüll Mikroplastik abspaltet und in den Boden gelangt, von wo es dann wiederum in Pflanzen übergeht, die wiederum von Tieren gefressen werden, die möglicherweise dann von Menschen gegessen werden, usw. Wir waren sehr froh, dass wir diese Umgebung von etwas Müll befreien konnten und so einen kleinen Teil zum Umweltschutz beigetragen haben. Uns ist klar geworden, dass wir unbedingt Müll, insbesondere Plastikmüll vermeiden müssen!

Am Mittwoch fuhren wir auf dem schuleigenen Boot „Einar“, das von Schülern der Skaun ungdomsskole selbst gebaut worden war, auf den Fjord, um einerseits Fisch zu fangen, andererseits mit einer Unterwasserdrohne den Meeresgrund nach Verschmutzungen zu untersuchen.

Am Donnerstag besuchten wir gemeinsam Trondheim. Wir besichtigten Sehenswürdigkeiten und kauften viele Souvenirs und Geschenke für unsere Familien zu Hause. Am Nachmittag gingen wir zum Tyholttårnet. Das Besondere: der Tyholttårnet ist ein Turm, in dem sich in 74 Metern Höhe ein Restaurant befindet und dessen Innenraum sich sich um 360° dreht. Während des gemeinsamen Essens genossen wir die beeindruckende Aussicht auf die Stadt und den Trondheimfjord. Ein tolles Erlebnis!
Freitag war leider schon unser Abreisetag. Doch bevor wir zum Flughafen fuhren, trafen wir uns nocheinmal alle gemeinsam am Haus einer der norwegischen Austauschpartner, wo jedes Jahr ein traditionelles Bootsrennen veranstaltet wird. Wir durften unsere eigenen kleinen Boote bauen und dabei sehr kreativ werden. Die Boote lieferten sich anschließend ein spannendes Rennen in einem kleinen Fluss, bei dem einer unserer deutschen Schüler sogar einen Preis gewann.


Wir blicken auf eine wirklich tolle Woche zurück und sind sehr dankbar, dass wir die Möglichkeit hatten, an diesem Projekt teilzunehmen, über Plastik und Mikroplastik mehr zu erfahren und wir einen Einblick bekommen haben, wie in Norwegen Schule so funktioniert. Wir nehmen Erinnerungen an eine Zeit mit, bei der wir vieles lernen, tolle Erlebnisse und neue Erfahrungen machen durften.
Am Schulfest im Juni stellen wir die Ergebnisse unseres Projekts aus.



